26 September 2011 - 20:30

Das bahrainische Königshaus hat die zweite von neun übrigen Wahlrunden angekündigt.

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, soll die bahrainische Führung die zweite von neun Wahlrunden angekündigt haben. Nachdem gestern die Wahlbeteiligung dementsprechend niedrig ausgefallen war, stehen noch schlechtere Aussichten für die Wahlbeteiligung in den noch anstehenden Wahlbezirken aus.
Das Königreich wird am 1. Oktober in neun anderen Wahlbezirken Wahlen veranstaltet. So berichtet die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag
Die Wahlen wurden veranstaltet, weil 18 Abgeordnete der Wefaq-Partei ihre Posten aus Protest gegen das Khalifa-Regime, aufgegeben hatten.
Bei den Wahlen am gestrigen Samstag, hatten knapp 10 Prozent der Wahlberechtigten gewählt Die Bevölkerung hatte die Wahlen boykottiert, um gegen die Ausübung von Gewalt der bahrainischen und ausländischen Truppen, gegen die Bevölkerung zu protestieren.
In vier Wahlbezirken wurden die Wahlen garnicht erst abgehalten, dort hatten vier Kandidaten automatisch die Sitze erhalten. Nur fünf Sitze wurden umverteilt. Das berichtete auch das Staatsfernsehen.
Die Führung der Al Wefaq-Partei, Sheikh Ali Salman, sagte die niedrige Wahlbeteiligung beweise, dass die Bevölkerung Bahrains den König Hamad bin Isa Al Khalifa ablehnten.
"Es gibt keine bahrainische Demokratie. Es muss eine friedliche Machtübergabe geben." So Salman weiter.
Abschließend sagte er, dass kein Ende der Krise in Sicht sei, solange die Machtübergabe nicht stattgefunden habe.
In einigen Medienberichten war von Strafungen und Einschüchterung seitens der Regierung, gegen Wahlberechtigte, die nicht an den Wahlen teilgenommen hatten, die Rede.
Tausende Demonstranten sind seit Februar dabei, gegen das bahrainische Königreich zu demonstrieren. Sie fordern die Durchsetzung von Reformen. Während der Revolutionsversuche im Land, änderten sich die Forderungen zu einem kompletten Regimewechsel, den die Demonstranten seither fordern.
Hunderte Demonstranten, darunter Frauen, Männer und sogar Kinder, wurden in den Demonstrationen teilweise schwer verletzt. Durch den Einsatz von Giftgasmunitionenn gegen die Demonstranten, wurden bereits mehrere Demonstranten getötet.